Als mich Jens Winkler, von «Help-Portrait Basel» anfragte, ob ich die Aktion als Fotografin mit einem ganztägigen Einsatz unterstützen würde, habe ich keine Sekunde gezögert und sofort zugesagt. Diesen Tag werde ich wohl nie vergessen. Ich hoffe, er war für die Menschen, mit denen ich gearbeitet habe, genauso bereichernd, wie für mich. Denn gibt es ein schöneres Geschenk als jemandem zu zeigen, wie besonders und einzigartig er selbst ist?

Die Idee hinter Help-Portrait macht genau dies möglich. Es geht darum, Menschen auf besondere Weise in den Mittelpunkt zu rücken, ihre Einzigartigkeit festzuhalten und ihnen das Ergebnis mittels einer Portrait-Aufnahme direkt mitzugeben. Bereits seit 2009 finden über den ganzen Erdball verteilt deshalb derartige Aktionen statt.

Menschen mit einer kognitiven und/oder einer psychischen Beeinträchtigung stehen aufgrund ihrer besonderen Bedürfnisse zwar häufig im Mittelpunkt der Betrachtung, jedoch selten aufgrund ihrer individuellen Schönheit. Um offen auf andere Menschen zuzugehen oder auch um einen Partner zu finden, ist es wichtig, sich selbst zu mögen – sich selbst als einen einzigartigen Menschen zu sehen. Ein schönes Portrait kann ein Stück zu einem selbstbewussten Selbstbild beitragen.

Dass sich meine Eltern mit einer Kuchenspende, einem Besuch vor Ort und mein Partner Thomas mit seiner Hilfe als Lichtassistent mit mir engagiert haben, fremden Menschen ein paar ganz spezielle Stunden zu ermöglichen, in denen es nur um sie geht – dafür bin ich dankbar. Zu wissen, dass ich Menschen um mich habe, die mich so akzeptieren, wie ich bin und die meine – manchmal auch verrückten – Ideen und Projekte unterstützen. Und genau darum ging es am Help-Portrait Event in Basel. Zu spüren und zu zeigen, dass man Menschen um sich hat, die akzeptieren, wie du bist.

Deshalb stand der Anlass unter dem Motto: «Gemeinsam, statt einsam»